Direkt, kantig, rumpelnd, mit echten Instrumenten!

Jung, laut und unglaublich kraftvoll: Brainholz ist eine dieser wenigen Rockbands, die einen gleich mit dem ersten Ton fesseln. Und von denen man sich wünscht, sie würden nie verschwinden.
Auch wenn ihr zweites Album den Titel “Disappear in Time” trägt: Wenn man Brainholz mal gehört hat, wünscht man sich, dass die Band nie mehr verschwinden möge. Von den Konzertbühnen, aus den schmerzenden Gliedern nach einer energiegeladenen Liveshow, aus den Gehörgängen, aus dem Herz, aus der Seele. Überall dort nistet sich der gewaltige und imposante Sound der vier Berner nämlich ein, sobald man sich mal auf sie eingelassen hat. Da wird sehr wohl abgeholzt - mit aller Kraft. Aber eben auch mit Hirn. Verlieren wir zunächst ein paar Worte über das Etikett, das sich Remo Schüpbach (Lead Vocals), Patrick Tschäppät (Guitar) Basil Jensen (Bass, Leslie) und Steven Aebischer (Drums, Percussion) selber umgehängt haben: Retro-Rock. Wer “Retro-Rock” hört, denkt bisweilen an die späten 60er oder die frühen 70er des letzten Jahrhunderts, an opulente Arrangements, Anklänge von Psychedelik und einen Hang zu endlosem Ausufern.